Profanierung des Kirchengebäudes in Aschaffenburg - Tulpenstraße

AW_20161120_AB-Profanierung_00004_01Am Sonntag den 20. November 2016 feierte Bischof Hartmut Vogel mit der Gemeinde den letzten Gottesdienst in der Aschaffenburger Kirche, in der Tulpenstraße 11, im Stadtteil Schweinheim.

Als Grundlage für den Gottesdienst las er das Wort aus Lukas 11,28 vor: Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

2013_Aschaffenburg_6In diesem bewegenden Gottesdienst erinnerte Bischof Vogel an den Werdegang der NAK in Aschaffenburg, den Bau dieses ersten eigenen Kirchengebäudes in 1963 und die Erweiterung der Kirche in 1985. Nach Evangelist Schmidt und Hirte Jung diente er als dritter Vorsteher der Gemeinde im Hirtenamt. Die Zeit in Aschaffenburg habe ihn geprägt und seitdem habe er eine besondere Verbindung zu der Gemeinde. Er erinnerte auch an den Hirten Kilpper und weitere Amtsträger, die die Gemeinde mitgeprägt haben.

Bezugnehmend auf das Textwort führte Bischof Vogel aus, dass nicht jedes Wort, das am Altar ausgesprochen wird, direkt von Gott kommt – denn es wird ja von Menschen ausgesprochen - aber wenn wir es hören und im Herzen bewegen, kann der Geist Gottes es schaffen, dass es in uns etwas bewirkt. Bewahren heißt nicht konservieren, sodass sich nichts ändert, sondern dass wir damit arbeiten und es vermehren. Das Wort hat in vielen Lebenssituationen Trost gegeben. Es bewahrt vor Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, vor Unfrieden und es führt in die Vollendung. Das Wort Gottes wirkt in der Predigt, in den Sakramenten und im Schlusssegen. Hören wir, wenn Jesus durch sein Wort an unsere Tür klopft? Was bewirkt es in uns? Teilen wir das Wort mit Geschwistern und Gästen? Es wäre schade, wenn wir Gemeinschaft pflegen – und sei es zum Kaffee trinken in der Kirche – und wir würden mit keinem einzigen Wort über den Glauben sprechen.

Mitgedient haben in diesem Gottesdienst Priester Wolfgang Schwittay, Evangelist Hans-Georg Jahnke, Bezirksevangelist Klaus Weller und Hirte Stephan Wolf: Wichtig sei, dass der Glaube jung bleibe, dass das Wort uns prägt und zur Nächstenliebe anleitet.

Am Ende des Gottesdienstes nahm der Bischof die Profanierung des Kirchengebäudes vor. Aus der ungewohnten Liturgie heraus ergab es sich, dass die Gemeinde das dreifache Amen gleich zweimal gesungen hat – was irgendwie sogar passend erschien.

AW_20161120_AB-Profanierung_00035_01AW_20161120_AB-Profanierung_00036_01Unmittelbar nach dem Schlusssegen haben drei Diakone die Abendmahlskelche und die Bibel vom Altar abgeholt und nach hinten gebracht – ein Zeichen, dass die Kirche nun profaniert ist. Die Orgel begleitete dies mit dem Lied „Nur einen Wunsch, nur ein Verlangen“.

Nach dem Ende des Gottesdienstes gratulierten Bischof Vogel Priester Jürgen Kohl zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum.

Viele „ehemalige“ Aschaffenburger haben an diesem besonderen Gottesdienst teilgenommen, so auch Kinder und Enkel des Bischofs.

Am 24. November 2016 weihte Bezirksapostel Bernd Koberstein das neue Kirchengebäude für die Gemeinde Aschaffenburg in der Glattbacher Straße 46 im Stadtteil Damm.


 

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